Wir verdanken es tatsächlich Albert Einstein, dass wir einen Laser haben. Ihm sei „ein prächtiges Licht“ aufgegangen, schrieb Einstein 1916 einem Freund, und der große Mann meinte das punktgenau. Einstein hatte sich bei seinen kosmischen Abenteuern unter anderem die Frage gestellt, wie Sterne es machen, das viele Licht auszusenden, das auf der Erde eintrifft.

Albert Einstein

Ihm gelingt „die verblüffend einfache Ableitung“ eines Gesetzes, das die Lichtaussendung (Emission) von festen Körpern regelt. Einstein legt diese Ableitung in einer Arbeit mit dem Titel „Strahlungsemission und Absorption nach der Quantentheorie“ vor, und wenn diese Formulierung auch eher langweilig klingt, so finden sich in dem dazugehörigen Text höchst aufregenden Ideen, auch wenn es noch Jahrzehnte dauert, bis man Einsteins Vorschläge in die praktische Tat umsetzen wird.

Auf jeden Fall ist es die Grundlage für eine Technik, die es uns erlaubt, phasenweise schwingende Lichtemission einer genau definierten Wellenlänge zu erzeugen – der Beginn der Lasertherapie.

Wie wirkt die Lasertherapie?

Um zu verstehen, wie die Lasertherapie wirkt, müssen wir verstehen wir unsere Zellen funktionieren.

Wir alle kennen von der Schule wie eine Zelle aufgebaut ist. Hier einmal ganz schematisch und vereinfacht eine Skizze zur Auffrischung dazu:

Zelle

Mitochondrien sind die Kraftwerke des Körpers

In der Mitte haben wir den Zellkern mit aller Erbinformation (DNA/RNA). Darum befinden sich kleine Zellorganellen die Mitochondrien.

Jetzt passiert folgendes: Wie auch wir atmen und  essen unsere Pferde oder Hunde. Das bedeutet, der Zelle werden Sauerstoff (O2) und Glucose zugeführt. Beides verbindet sich in der sogenannten Zellatmung. Daraus entstehen energiereiche Phosphate. Das wichtigste davon ist das ATP (Adenosintriphosphat). Das ATP sammelt sich und wird hergestellt in den Mitochondrien. Das sind sozusagen die Energiekraftwerke unseres Körpers. Je mehr Energie eine Zelle braucht desto mehr Mitochondrien sind enthalten. Eine Herzzelle besteht zum Beispiel zu 30 – 40 Prozent  aus Mitochondrien. Auch die Muskelzellen sind reich an Mitochondrien, weil auch hier ein großer Energiebedarf besteht.

Wenn es jetzt zu einer Krankheit kommt wie z.B. Infektion, Prellung, Bruch ein Stich oder ähnlichem sinkt das ATP in der Zelle. In die Zelle dringen Leukozyten, Infektionszellen, Zytokine und Stickstoff ein. Der Stickstoff geht an die Atmungskette und blockiert diese. Die Zelle wird damit immer schwächer und stirbt irgendwann.

Heilung der Zellen auf physikalischen Weg ohne Nebenwirkungen

Um das Absterben der Zellen zu verhindern, kommt die Lasertherapie zum Einsatz. Die Laserstrahlen bestehend aus monochromatischem (einfarbiges sichtbares) und kohärentem Licht (eine Strahlung, bei der alle enthaltenen Photonen die gleiche Energie, gleiche Richtung und Phase besitzen), sind gebündelte und besonders energiereiche Lichtstrahlen, die bei der Laserbehandlung gezielt auf eine Stelle des Körpers gerichtet werden und dort wirken können.

Wir sprechen hier von einer Low-Level Lasertherapie, Softlaser oder auch Kaltlasertherapie.

Die Laserstrahlen erreichen mit ihrer Energie die Mitochondrien der Zellen und vermehren hier das ATP explosionsartig. Bei einer Laserbestrahlung können die Mitochondrien einer Zelle bis zu 300 – 400 Prozent mehr ATP produzieren. Durch das produzierte ATP verschwinden Leukozyten, Infektionszellen, Zytokine und Stickstoff. Die Zelle gesundet, und es werden wieder neue Zellen gebaut. Die Laserstrahlen helfen uns also, Zellen gesunden zu lassen, in dem wir den natürlichen biochemischen Prozess in diesen Zellen ankurbeln.  Zudem ist die Behandlung schmerzlos und es gibt keine Nebenwirkungen.

Anwendungsbereiche der Lasertherapie

Natürlich können Laserstrahlen nicht alles heilen: Aber bei vielen Erkrankungen erzielt man sehr gute Erfolge mit einer Unterstützung durch die Lasertherapie.

Wir können mit der Lasertherapie grundsätzlich folgendes erreichen:

  • Aktivierung des Immunsystems
  • Verbesserte Wundheilung
  • Regeneration geschädigten Gewebes
  • Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
  • Unterstützung der Energiegewinnung in den Zellen
  • Entzündungshemmung
  • Antibakterielle Wirkung-
  • Verbesserte Durchblutung und Stärkung des Stoffwechsels

An welchem Zeitpunkt setzt man die Lasertherapie ein?

Grundsätzlich kann man sagen, je eher man beginnt, desto schneller die Wirkung. Der Einsatz erfolgt vorzugsweise im akuten Krankheitsbild – umso weniger Behandlungen braucht man einfach.

Indikationsbeispiele Pferd:

  • Orthopädische Erkrankungen
  • Frische und alte Wunden
  • Kreuz- und Darmbeinbeschwerden (ISG)
  • Sehnenentzündung
  • Hufrehe
  • Hufrollenerkrankung
  • Schmerzentspannung
  • Narbenentstörung
  • Hauterkrankung
  • Störfelder und Narben
  • Hüftleiden
  • Kissing Spines
  • Spat

Indikationsbeispiele Hund:

  • Orthopädische Erkrankungen
  • Schmerzentspannung
  • Narbenentstörung (bes. Kastrationsnarbe)
  • Hauterkrankungen (Hot Spots, Leckekzeme, parasitäre Hauterkrankungen Allergien u.a.)
  • Erkrankung der Wirbelsäule
  • Spondylosen
  • Rückenschmerzen
  • Bandscheibenvorfall
  • Schulter
  • Ellenbogen, ED
  • Immunsystem
  • Karpalgelenk
  • Hüfte, HD
  • Knie
  • Sprunggelenk

Grenzen der Lasertherapie

Frische Tumore sollte man nicht mit dem Laser behandeln, da man nicht weiß in welche Richtung man das Wachstum beeinträchtigt.

So viel zum Thema Lasertherapie. Es gibt wie immer noch viel mehr darüber zu schreiben, aber ich ich wollte Euch erst einmal einen kleinen Überblick geben.

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